Marion vor zwei Erdkugeln

Jahresrückblick 2022

Zwischen zwei Welten

Als ich diesen Jahresrückblick am 20.12. veröffentlichte, las sich das so:
„Nein, dieses hier ist kein runder Jahresrückblick. Ich bin schlichtweg nicht fertig geworden. Als ich heute Nachmittag überlegte, ob ich wirklich veröffentlichen möchte, da ich dieses ja so großartig mit vielen Bloggerinnen mit Sympatexter angekündigt habe, habe ich nicht lange gebraucht: „Jau, mache ich.“ Auch wenn der Kreis noch nicht geschlossen ist.
Jahresrückblick 2022, ich bin noch nicht fertig mit dir!
Und genau dieser Zustand bringt das Jahr auf den Punkt: Vieles habe ich in diesem Jahr begonnen, angestoßen, wie auch immer. Aber viele Kreise haben sich noch nicht geschlossen. Sehr spannend, aber auch anstrengend. Wer jetzt Lust hat, sich mit Kladderadatsch und PerfektioNICHTmuss zu befassen, wer ein wenig Durcheinander mag, ist bei mir hier gerade gut aufgehoben. Vielleicht werde ich immer wieder die eine oder andere Sache ergänzen, vielleicht auch nicht. Ich weiß es gerade noch nicht. Dieser Kreis bleibt also auch offen! Und das ist okay! Hier ist er also, mein Jahresrückblick 2022″

Knapp 2 Wochen später, kurz vor dem Jahreswechsel will ich doch noch das eine und andere ergänzen. Denn einiges ist mir klarer geworden seitdem. So viel klarer, dass es sich einfach lohnt, es noch in diesem Jahr in Worte zu fassen, ganz besonders auch, warum ich den Titel „Zwischen zwei Welten“ so passend finde.

Mein Motto 2022 – Haltung

Mein 2022 habe ich unter das Motto „Haltung“ gestellt. Als ich dieses Motto Ende 2021 gewählt habe, war mir noch nicht klar, wie sehr es mich herausfordern wird. Und 12 Monate später kann ich sagen, dass ich da einige Schritte weitergekommen bin. Allerdings habe ich mir damals noch nicht vorgestellt, wie viele ungeplante Situationen, mir Haltung abverlangten. Denn eines ist klar, Haltung hat viele Gesichter und einige können sehr irritieren. Wer Haltung zeigt, merkt leichter, an welchen Stellen Unterstützung stattfindet und wo eben nicht. Wer Haltung zeigt, findet Menschen um sich, die diese mittragen. Und dementsprechend bewegend war mein Jahr. Was genau will ich konkret angehen als Trainerin und Coach für Traumaprävention? Wie stelle ich mir das vor in einer Zeit, die so sehr von Unruhen und Unsicherheiten geprägt ist?

Auch in Bezug auf meine Pläne in der Lokfahrschule. Wie gelingt uns eine bestmögliche Orientierung? Wie schaffen wir die Schulungsbedingungen und Arbeitsbedingungen, die unseren Maßstäben gerecht werden? Und vielleicht hast du jetzt schon eine Ahnung, wieso mich das Jonglieren zwischen zwei Welten das eine und andere Mal sehr herausgefordert hat. Denn in unruhigen Zeiten ist es besonders herausfordernd, sich auf verschiedene Bereiche zu konzentrieren UND gleichzeitig Haltung zu bewahren. Aber dazu im vorletzten Abschnitt mehr…


Mein Kraftquellen

Ich liebe Auszeiten. Und auch in diesem Jahr habe ich sie genossen. Abtauchen kann ich immer prima bei Konzerten und da gab es das eine oder andere. Ganz besonders in Erinnerung geblieben sind mir:

Helge Schneider Auftritt im Hannover im Frühjahr: Ein Mann und seine Gitarre
„Ein Mann und seine Gitarre“ – Ich bin begeistert von Helge Schneider 😊

Irgendwie Tradition, auch wenn nicht vergleichbar mit den Anfängen. Seit 40 Jahren lebe ich mit BAP-Musik und immer wieder sehe ich mich dann in einem Konzert wieder… Ach, was war das damals gigantisch in der Essener Grugahalle!

Meine BAP Schallplatten in einem Quadrat
Sammlung meines BAP-LPs – Kraftquelle, noch immer
Keine Panik-Konzertmit Udo Lindenberg in Bremen 2022
Udo Lindenberg-Konzerte werden immer besser!

Aber nicht nur mit Musik komme ich wieder zu meiner Kraft. Ganz besonders kann ich auch im Wasser wieder Energie tanken. Und das habe ich immer wieder getan. Ob im Steinhuder Meer, im Freibad, in der Ostsee oder im Waldbad Wulfelade:

Im Wasser liegt die Seele: Baden im Waldbad Wulfelade.
Waldbad Wulfelade – immer wieder nett!

Mein Großonkel Fritz sagte immer: „Im Wasser liegt die Seele.“ Stimmt.


Ganz und gar keine Kraftquelle – und irgendwie doch: Im Herbst besuchte ich an einem Wochenende meine frühere Schule. Meine Erinnerungen sind nicht die besten, gelernt habe ich hier jedenfalls nicht gerne. Wie froh ich bin, dass sich das danach dann doch wieder geändert hat! Sich in Erinnerung zu bringen, wie sehr wir uns doch verändern können, auch das schafft Kraft!

Blick in den Eingang meiner alten Schule - Gymnasium Hammonense in Hamm
Eingang meiner „alten Schule“

Definitiv eine Kraftquelle war und ist das Bistro M35 in Neustadt am Rübenberge hin. Dieses wirklich kleine Bistro war an so manchem Feierabend ein netter Abschluss des Tages. Italienische Speisen, die wirklich schmecken, werden hier von Francesco zubereitet. In der Adventszeit ist es hier besonders nett. Ach ja, ist schon gemütlich, dieses kleine Fleckchen Erde.

Bistro M 35 in Neustadt am Rübenberge
Bistro M35 in Neustadt am Rübenberge

Ausbildung zur NLP-Trainerin

Seit Juli bin ich NLP Trainerin. Wie verbinde ich meine NLP Kenntnisse mit guten Trainings? Es gibt nichts Besseres als das, ganz sicher. Immer wieder schreibe ich darüber, wie hilfreich ich die vielen Coaching-Methoden finde und wie kreativ sich mich machen. Danke an Andreas Tronnier für die gute Ausbildung.

Ausbildung zur NLP Trainerin

Ostern in Schweden

Ein richtiger Lichtblick war mein Osterurlaub in Schweden. Nach 2,5 Jahren war ich mit meinem Mann mal wieder in diesem wunderschönen Land, natürlich mit dem Wohnmobil. Ich habe einen 12 von 12 Blogartikel von hier aus veröffentlicht. Wir haben jeden Tag aufgesogen wie einen Schwamm und trotzdem war es irgendwie anders. Viele Miltärschiffe haben wir gesehen. Manchmal wünscht man sich, kein Fernglas dabei gehabt zu haben.


Dialoghaus in Hamburg

„Ich nehme eine Postkarte mit. Die kommt dann in meinen Jahresrückblick.“ So ungefähr war das im Sommer, am Ende meines Besuchs im Dialoghaus in Hamburg. Ich war berührt – inhaltlich, aber insbesondere persönlich. Das Dialoghaus ist ein Sozialunternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, Inklusion einen Raum zu geben. Besucher werden sensibilisiert für das Leben mit einer Behinderung, sie erfahren den Umgang mit einem Handicap, beispielsweise gehörlos oder blind zu sein. Begleitet werden sie dabei von Menschen, die von diesem Handicap betroffen sind.

Während meines Hamburg-Besuchs mit meinem Sohn im Sommer haben wir das Dialoghaus besucht, genauer gesagt die „Tour im Dunkeln“ gebucht. 60 Minuten sind wir in einer kleinen Gruppe durchs Dunkle geführt worden. Mit einem Blindenstock ausgestattet, haben wir in dem Ausstellungsraum eine fiktive Wohnung, Straßen und ein Restaurant erkundet. Im Anschluss haben wir uns ausgetauscht über dem Alltag mit einer Sehbeeinträchtigung oder Erblindung.

Wie anders die Welt doch ist, wenn eine Sinneswahrnehmung fehlt. Wie aktiv plötzlich die anderen Sinne werden, um das auszugleichen. Diese Erkenntnis war so spannend, dass wir uns vor Ort entschieden haben, noch am gleichen Tag die „Tour im Stillen“ zu besuchen. 60 Minuten waren wir mittels Kopfhören ohne Gehörsinn. Im Anschluss folgte der Austausch mit einer Gebährdenübersetzerin. Ich war überrascht, wie schnell ich einige Worte in Gebärdensprache gelernt habe. Ja, ich habe schnell kleine Sätze bilden können!

Im Anschluss war ich bewegt und zugleich nachdenklich berührt. Warum eigentlich muss es ein Haus geben, um miteinander in den Dialog zu kommen?

Wenn es doch gar nicht schwer ist, ein wenig Gebärdensprache zu lernen, warum lernen wir das nicht in der Schule, um Miteinander selbstverständlich zu machen?

Es muss mehr dieser Art von Häusern geben, in der wir lernen, die Sprache des anderen zu verstehen. Dann wird die ganze Welt ein Dialoghaus.

Tour im Dunkeln
Meine „Ich schreibe einen Blogartikel“-Postkarte

Seien wir ehrlich: Inklusion ist noch immer an vielen Stellen eine nette Umschreibung für „Ausgrenzung im öffentlichen Raum“. (Anmerkung: Als Mutter einer Tochter, die „inklusiv“ beschult worden ist, weiß ich, wovon ich schreibe.)


Warum ich das Bloggen immer mehr liebe?

In diesem Jahr habe ich 23 Blogartikel veröffentlicht und noch 3 liegen halbfertig im Hintergrund. Auch wenn ich mir eigentlich mehr Zeit für das Schreiben wünsche, liebe ich das Bloggen immer mehr. Ich tauche ein in Themen, die mir wichtig sind, komme auf diese Weise in Kontakt mit Menschen, die meine Interessen teilen und manchmal stoße ich auch auf Widerstand. Aber das ist gut so! Bloggen unterstützt mich dabei, meine Gedanken zu sortieren und wiederum meine Gedanken und Überzeugungen zu transportieren. Ich werde auf diese Weise von den Menschen gefunden, die meine Wellenlänge teilen. Das ist sehr bereichernd für mich. Seitdem ich blogge, finden insbesondere die Menschen zu mir, die bereits eine gute Vorstellung von meiner Arbeitsweise haben – und das ist fantastisch. Genaueres zu mir, meiner Denke über die Menschen und über gutes Coaching kannst du übrigens hier lesen: Über mich


Ausbildungsstart zur integrativen Ernährungsexpertin

Im Oktober habe ich meine Weiterbildung zur integrativen Ernährungsexpertin begonnen. Warum? Es gibt so viele Zusammenhänge zwischen unserer Ernährung und unserer seelischen Gesundheit. Das miteinander zu verknüpfen ist meiner Überzeugung nach ein wichtiges Puzzle für körperliche und seelische Prävention. Ich erlebe immer wieder, wie sehr Ernährung und seelisches Wohlbefinden zusammenhängen. Es gibt so viele Wege zur Gesundheit und die Faktoren „Ernährung“ und „Essverhalten“ möchte ich tiefgründiger betrachten. Es kommt hinzu, dass es vielen Menschen leichter fällt, sich mit ihrer Ernährung zu befassen als mit ihrer Seele.

Ich davon überzeugt, dass der Weg über das Essen für viele Menschen ein Türöffner ist, sich für sich selbst und die eigene Gesundheit zu interessieren.

Die Weiterbildung beinhaltet ernährungswissenschaftliche Inhalte und tiefgründiges Wissen im Bereich der TCM. Meine eigene Haltung zur Ernährung hat sich bereits jetzt schon deutlich geändert. Auch wenn ich glaube, schon immer an einem gesunden Essen interessiert gewesen zu sein, bin ich mir der Bedeutung dessen mehr bewusst.

Isst du noch oder ernährst du dich schon? Gesunde Ernährung ist so wichtig für Körper Seele und Geist
Isst du noch oder ernährst du dich schon?

Ein warmes Frühstück bringt den Stoffwechsel  in Aktion und bereitet gestärkt auf den Tag vor
Rührei mit Tomaten und etwas Brot…hmmm

Meine wertvollsten 3 Blogartikel

Wenn ich an meine wertvollsten Blogartikel denke, fallen wir sofort diese 3 ein:

1. Mein erster Artikel in diesem Jahr befasst sich mit wertvollen Tipps für eine ungesunde Weiterentwicklung. Dieser ironische Artikel hat mir richtig Spaß gemacht, ich lese ihn nicht nur zum Jahreswechsel richtig gerne.



2. Auch wenn es eigentlich gar nicht mehr mein Themengebiet ist, waren mir meine zwei Artikel zu Mutter-Kind-Kuren sehr wichtig. So vieles kann Mutter oder Vater falsch oder richtig machen vor oder während einer Kur. Und da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie kraftvoll dieses sein kann, mussten diese Artikel einfach raus:

Wie finde ich die richtige Einrichtung für meine Mutter-Kind-Kur?

Die beste Vorbereitung auf eine Mutter-Kind-Kur


3. Sehr ins Detail bin ich gegangen in meinem Artikel zu meinem beruflichen Weg: Wie ich wurde, was ich bin – Mein Weg zur Trainerin und Coach für Selbstschutz und Traumaprävention beschreibt meine Stationen.


Warum zwischen zwei Welten?

Neben meinen Coaching-, Trainings- und Beratungstätigkeiten für die seelische Gesundheit, habe ich in diesem Jahr verstärkt den Fokus auf meine Tätigkeit in der Lokfahrschule Railconzept gelegt. Wie richten wir eine Schule für Lokführer:innen in einer Zeit aus, die sehr im Wandel ist? Wie gelingt es uns, die Attraktivität dieses Berufes zu erhalten und sogar zu verbessern? Aber die wichtigste Frage in diesen unruhigen Zeiten war für mich die Möglichkeit, meine zwei Welten, also seelische Gesundheit und gute Schulungen für Lokführer:innen miteinander zu verbinden.

Nach all dem Innehalten und Reflektieren steht nun fest für mich: 2023 werde ich beides miteinander verbinden.

Auch wenn es manch einem vielleicht selbstverständlich erscheint. Manche Prozesse brauchen etwas länger. Manches braucht Zeit. Und so freue mich mich jetzt unglaublich auf ein neues Abenteuer: Ich fokussiere mich auf das Thema Gesundheit in der Eisenbahnbranche.


Ausblick auf 2023

Was sind meine Pläne und Ziele für das kommende Jahr? Eigentlich ist das doch die spannendste Frage, die man sich so stellen kann, oder? Nein, ich meine jetzt nicht dieses Geplänkel mit den guten Vorsätzen. Wo genau soll es hingehen mit mir und meinen Themen im nächsten Jahr?

🗝️ Ja, ich werde weiterhin Blogartikel schreiben zu den Themen, die mir wichtig sind. Dabei lasse ich mich inspirieren von den Menschen, die gerne mit mir arbeiten. Sie sind die Quelle meiner Impulse für gesunde Weiterentwicklung.

🗝️ Im Mai werde ich meine Weiterbildung hoffentlich erfolgreich abgeschlossen haben und die gesunde Ernährung in die Welt tragen.

🗝️ Ich werde im kommenden Jahr insbesondere den Fokus auf Gesundheit im Eisenbahnbereich legen, um meine Kräfte zu bündeln.

🗝️ Riesig freue mich mich auf meinen Kurztripp nach Wien (natürlich mit dem Zug!), um die Pulsdiagnostik zu lernen.

🗝️ Meinen Newsletter werde ich regelmäßiger in die Welt tragen, das ist in diesem Jahr etwas zu kurz gekommen. Eintragen kannst du dich dafür übrigens gerne hier: Anmeldung zum Newsletter


Tja, da ist er doch noch etwas runder geworden, mein Rückblick. Noch immer weiß ich aber noch nicht, welches Motto ich 2023 geben möchte. Aber auch das wird sich finden, da bin ich mir sicher. Das Jahr hat ja schließlich noch 2 Tage!
Ich bleibe dabei: Der Jahreswechsel ist eine so unglaublich spannende Zeit, alle Jahre wieder!


Und wie ist es bei dir? Hast du dem Jahr 2023 schon ein Motto gegeben?

2 Kommentare

  1. Liebe Marion,

    danke für diesen Einblick in Dein 2022!

    Ich finde Deine Themen-Kombination total spannend, und auch dass Du sie jetzt noch mehr zusammenbringen willst. Viel Freude dabei!

    Die Idee, über Deine Kraftquellen zu schreiben, finde ich richtig toll.

    Alles Liebe und ein glückliches neues Jahr
    Paula

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hallo, ich bin Marion Abend, Trainerin für Selbstschutz und Traumaprävention, Wegbegleiterin für Veränderungsprozesse

Gemeinsam entwickeln wir die Ziele und Wege, die für Ihre gesunde Weiterentwicklung wichtig sind. Ich freue mich darauf Sie kennenzulernen.

  1. Liebe Paula, lieben Dank für deine Einschätzung. Ja, es es wirklich eine spannende Kombi und ich bin fest entschlossen, diese…