Angst macht Chance

Angst macht Chance

Über den gesunden Umgang mit einem unangenehmen Gefühl


Angst vor Menschen, Angst vor der nächsten Reise, Angst vor einer Prüfung…
Es gibt viel Bedrohliches. Aber wie gehst du um mit diesem erst einmal unangenehmen Gefühl? Angst bringt uns an unsere inneren Grenzen und ist damit auch die Vorstufe zur Weiterentwicklung. Angst macht Chance, wenn wir uns mit ihr auseinandersetzen. In 4 Schritten zeige ich dir, wie es dir gelingen kann, diese die Angst als Chance betrachten zu können und in gesunder Weise mit ihr umzugehen.

Angst wegpusten

Zunächst einmal: 

Angst ist eine natürliche Reaktion jedes Lebewesens. 

Und nicht nur das! Ohne sie wären wir nicht lebensfähig.  

Sie schützt uns davor, uns Gefahren auszusetzen, die wir nicht bewätigen können. 

So vermeiden wir bewusst und sehr oft auch unbewusst Situationen, die uns in irgendeiner Weise gefährlich werden können. 

Angst schützt.

Und solange sie als Schutz wahrgenommen wird, solange sie uns immer wieder an unsere Grenzen bringt und wir die Wahl haben, die eine oder andere Grenze zu überschreiten, solange sie wir ihr auf Augenhöhe begegnen können, solange ist sie ein gesunder und wichtiger Bestandteil unseres Lebens, sie ist der Motor für unsere Weiterentwicklung.

Was aber, wenn die Angst sozusagen “aus dem Ruder läuft” und daran hindert, das Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten? 

Was, wenn sie ausbremst oder sogar lähmt? 

Wenn Angst so stark wird, dass sie unser Verhalten,  unser Denken bestimmt, spätestens dann stellt sich die Frage: Was kann ich tun? 

Ich möchte beschreiben, wie es in 4 Schritten gelingen kann, Angst als Chance zu betrachten, denn

“Nichts ist beglückender, als Angst in Mut zu verwandeln.”

Mache Angst zu deinem Verbündeten

Du fragst dich jetzt vielleicht: “Moment mal, ich will sie doch los werden. Warum soll sie dann mein Verbündeter werden?” 

Angst ist kein Feind, der besiegt werden muss. Vielmehr ist sie eine Instanz in uns, die uns deutlich machen will, dass wir uns mit einer bestimmten Angelegenheit auseinander setzen sollen. Sie verhindert somit, dass wir “achtlos” durchs Leben gehen, sondern sie macht und deutlich, dass wir irgendetwas ins Gleichgewicht bringen müssen. Wenn wir aber dagegen ankämpfen, vergrößert sich das Ungleichgewicht. 

Eine Angst gegen die man ankämpft oder der man ausweicht, wird größer.

Wer Angst als Verbündeten betrachtet, macht zwei Dinge: 

Sich selbst wertschätzen, mit allem, was zu mir gehört und die Basis zu schaffen, sie in Mut zu verwandeln.

Forsche nach den Ursachen

Setze dich gezielt mit diesen schwierigen Situationen auseinander. Gab es einen konkreten Auslöser oder hat sie sich langsam eingeschlichen? Gehst du vielleicht davon aus, dass es sich um einen unbewussten Auslöser handeln könnte oder kennst du ihn eigentlich schon? Wie hast du dich anfänglich verhalten und wie hat es sich weiterentwickelt? Und stelle dir auch die Frage, wie diese wachsen konnte. Indem du versuchst, die Angst zu hinterfragen, beginnst du schon, ihr auf Augenhöhe zu begegnen. Sie werden zum Akteur. 

Wenn du dir bewusst machst, dass du Einfluss darauf genommen hast, dass die Angst wachsen konnte, bedeutet das, dass du ebenso Einfluss darauf nehmen kannst, dass die Angst kleiner wird!”

Reaktiviere dein “persönliches Abwehrsystem”

Setze dich gedanklich mit einer konkreten Situation auseinander, in der Angst ansteht. 

Und nun werde kreativ. Mache dir bewusst, welche Eigenschaften, Fähigkeiten in dieser Situation hilfreich wären. Je nach Situation kann dieses beispielsweise “Gelassenheit”, “Selbstsicherheit”, “Mut”, “Humor” oder etwas anderes sein. Und wenn du es dir mal genau überlegst: All diese Eigenschaften mag Angst überhaupt nicht. Vor allem:

Angst mag keinen Humor! Angst möchte schließlich ernst genommen werden!

Nachdem du nun überlegt hast, was dir genau helfen könnte, stelle dir Situationen deines Lebens vor, in welchen du genau diese Eigenschaften unter Beweis gestellt hast. Und auch, wenn du vielleicht länger überlegen musst…Ja, es gibt diese Situationen und dabei spielt es keine Rolle, ob diese lange zurückliegen oder aktuell sind.

Mache dir deutlich, dass du diese gewünschte Eigenschaft bereits hast!

Erkenne schon die kleinen Fortschritte

Gib dir Zeit, für den Aufbau deines “seelischen Grundgerüsts” und mache dir auch kleine Erfolge bewusst. Und wenn du Gefallen daran findest, dann setze dich bewusst Situationen aus, die Unruhen auslösen und nimm die zuvor reaktivierten Eigenschaften als Puffer mit. Dann wird dir klar: Angst macht Chance.

Lasse Schritt für Schritt deinen Mut wachsen.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Nachforschen und Ausprobieren.

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Hallo, ich bin Marion Abend, Trainerin für Selbstschutz und Traumaprävention, Wegbegleiterin für Veränderungsprozesse

Gemeinsam entwickeln wir die Ziele und Wege, die für Ihre gesunde Weiterentwicklung wichtig sind. Ich freue mich darauf Sie kennenzulernen.