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Was ist Stress?

Wer versteht, was Stress bedeutet, der wird auch bereit sein, sich mit dem eigenen auseinander zu setzen, der läuft ihm nicht mehr davon. Das funktioniert sowieso nicht auf Dauer.

Das Wort “Stress” gehört zu den Begriffen, die wir zwar ständig benutzen, uns aber die Bedeutung zumeist gar nicht bewusst machen.

Doch es lohnt sich soooo sehr, das zu tun:

Er soll ungesund sein,
aber so ganz ohne ihn wollen wir auch nicht leben.

Manchmal sind wir sogar stolz auf ihn,
an anderen Tagen aber ist es uns unangenehm, überhaupt über ihn nachzudenken oder gar über ihn zu sprechen.

Er ist das Wichtigste und Wertvollste, das wir haben.

Wenn wir so durch die Welt laufen, dann tun wir das nicht einfach nur so, sondern: Wir haben IMMER Erwartungen und Bedürfnisse.

Erwartungen sind routinierte Abläufe, sind also sind das, worauf wir bewusst oder unbewusst warten, weil es uns einfach vertraut ist. Wenn du es beispielsweise kennst, dass dein Nachbar morgens schlechte Laune hat, wenn er das Haus verlässt, dann erwartest du schon ein grimmiges Gesicht.

Bedürfnisse gibt es in körperlicher und seelischer Form und umfassen all das, was wir uns wünschen oder wonach wir gar bedürfen. Das kann beispielsweise Schlaf, Nahrung, Ruhe, Zugehörigkeit u.v.m. sein.

Erwartungen und Bedürfnisse haben zwei Ziele: SICHERHEIT geben und ÜBERLEBEN sichern

Sie sind die Botschafter unserer Seele. Was aber nun passiert bei Stress?

Stress tritt immer dann auf, wenn unsere Erwartungen und Bedürfnisse NICHT mit der Realität übereinstimmen. Abhängig davon, wie wichtig wir etwas einschätzen, kommt es dann zu kleineren oder größeren Irritationen:

Stimmen Erwartungen und Bedürfnisse nicht mit der Realität überein, entsteht Stress.

Wenn also der besagte Nachbar unerwartet freundlich grüßt, Schlafmangel, Hunger, fehlende soziale Kontakte u.v.m. unseren Alltag beeinträchtigen, dann sind wir irritiert, haben Stress.

Stress macht uns darauf aufmerksam, dass irgendetwas besonders ist, nicht stimmig ist – positiv oder negativ

Er zeigt uns das Besondere.

Die Kunst besteht nun darin, diesen Botschafter wichtig zu nehmen. Oft passiert aber genau das nicht. Im Alltag übersehen wir häufig diese Signale oder blenden sie sogar bewusst aus. Dann sind wir dauerhaft in einem Alarmzustand, körperlich und seelisch. Das ist ungesund. Nicht der Stress ist also das Problem, sondern die Missachtung der Signale, die er uns vermitteln möchte.

Ein Leben entgegen der eigenen Erwartungen und Bedürfnisse macht uns krank. Daher ist es so wichtig, Stress-Signale als lebensrettende Botschafter zu betrachten, für unseren Körper und unsere Seele.

So sollte es uns also darum gehen, diese Signale genauer zu hinterfragen:

Was genau ist mir gerade also wichtig?

Was genau irritiert mich?

Welche Erwartungen und Bedürfnisse kommen gerade zu kurz?

Dann können wir Einfluss auf uns nehmen.

Das ist gesund.

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